Ostern wird bei uns im Himbeernest mit vielen traditionellen Bräuchen geliebt, gelebt und gefeiert. Für alle großen und kleinen Gäste ist das eine wunderbare Gelegenheit, Traditionen kennenzulernen, Familienzeit zu genießen und die Natur im Frühling zu erleben.

Und was passiert am Bauernhof zu Ostern?

Was wäre Ostern ohne Eierfärben?

Ein ganz wichtiger Programmpunkt ist das Eierfärben: schon in den Wochen davor arbeiten unsere Hühnerdamen in der Produktion, am Gründonnerstag oder am Karfreitag gehts ans Werk. 50 – bis 60 hartgekochte Eier und 3 – 4  Becher Eierfarben stehen für unsere Gästekinder bereit. Und dann erwachen die kleinen Künstler: auch wenn Kinder noch nie vorher Eier gefärbt haben, klappt es schon nach dem ersten Versuch und es entstehen jedes Jahr Körbchen mit bunten, leuchtenden Ostereiern. Man weiss nicht genau, was mehr leuchtet: die bunten Eier oder die Kinderaugen! Das ist auf jeden Fall ein Highlight im Osterurlaub!

Die Weihfeuerträger kommen!

Am Karsamstag am frühen Morgen steht eine große Kinderschar im Pfarrhof um ein Lagerfeuer.  Sie haben Blechtöpfe mit langen Henkeln, gefüllt mit getrockneten Holzstücken oder Baumschwämmen. Der Priester spricht den Segen über das Feuer, dann wird es ausgegeben. Die Weihfeuerträger bringen diesen Feuer in die Häuser – bei uns kommt ein Stück Glut in den Küchenofen. Natürlich bekommen die Kinder für ihren Dienst eine Münze und ziehen dann weiter zu den nächsten Häusern, dabei schwingen sie ihre Töpfe, damit die Glut nicht ausgeht.

Die Osterspeisensegnung – oder auch „Fleischweihe“

Am Karsamstag bereiten wir den Korb für die Osterspeisensegnung vor. Geräuchertes Fleisch, Osterschinken, Kren, Ostereier, Salz, unser Osterbrot, ein Stück Schwarzbrot kommen in einen Korb und darüber kommt die – eigens für diesen Anlass handgedruckte – Weihkorbdecke. Damit gehen wir zum Dorfkreuz, wo der Priester hinkommt und den Segen über das Essen und die Tischgemeinschaft ausspricht. Am Abend gibt es diese Jause für die Familie, am Ostersonntag kommt der Osterschinken und das Osterbrot auf den Frühstückstisch für die Gäste.

Das Osterfeuer

Am Karsamstag entzünden wir – wenn es witterungsbedingt klappt – das Osterfeuer. Zweige und kleine Äste haben wir in der Zeit davor auf einem großen Haufen gesammelt, and diesem Abend darf es abgebrannt werden. Auch das ist ein besonderes Erlebnis für Kinder (aber nicht nur für die): eine Riesenflamme steigt zum Himmel und die Funken sprühen!

Das Osterfrühstück

Dieses Frühstück ist besonders bunt, und der ein oder andere Schokohase steht schon da. Osterschinken und Osterbrot dürfen auf keinen Fall fehlen – es gibt auch immer ein gebackenes Osternest mit einem bunten Ei an jedem Tisch. Ich spiele am frühen Morgen gerne Osterhase und verstecke kleine Geschenke, die mir die Eltern am Abend davor zugesteckt haben im Garten. Dieser Morgen ist für die kleinen Gäste wirklich magisch!

Was kann man zu Ostern sonst noch machen?

Unbedingt besuchen sollte man die Tierwelt Herberstein. Gerade im Frühling wächst der Tierbestand beinahe täglich und es gibt viele Tierbabies. Unsere Lieblinge sind die Lisztaffen und ihr Nachwuchs, denen man stundenlang zuschauen könnte. Nur 5 Autominuten entfernt ist die Sommerrodelbahn Koglhof mit einem großen Motorikpark – rasante Fahrten oder geschicktes Klettern bringt hier Spass für die ganze Familie. Am Stubenbergsee – ungefähr 10 Autominuten entfernt – gibt es Kinderspielplätze, einen Minigolfplatz, Familienfahrräder zum Ausborgen, Tretboote für alle, die Lust auf eine Bootsfahrt haben und Cafes zum gemütlichen Einkehren.